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Linktool: Make or Buy

Wer aktiven Linkaufbau betreibt, tut gut daran, die gesetzten Links zu kontrollieren. Auch für diesen Zweck gibt es spezialisierte Anbieter, deren Tools beim Linkmanagement helfen. Die Einsteigerversion liegt häufig bereits bei 29 bis 39 Euro pro Monat. Für die reine Kernfunktionalität wäre dies ein stolzer Preis – zu stolz. Daher erhält man noch weitere Funktionen, deren Sinn man aber hinterfragen kann/muss. Als ich mich mit der Anschaffung eines Tools beschäftigt habe, hätte ich mir eine Basisversion für unter 10 Euro pro Monat gewünscht, die nur das Prüfen der Links umfasst. Da es dies nicht gibt, habe ich mir die Make-or-buy Frage gestellt.

Vorgehensweise

Ich werde nicht auf die Standard Pros und Cons dieser Entscheidung eingehen. Einmalige Investition vs. dauerhafte Kosten, eigener Wartungsaufwand vs. „Macht ihr das mal“, Individualisierbarkeit vs. Standardsoftware, … musste ich im Studium oft genug auswendig lernen, die Beurteilung dieser Faktoren obliegt der individuellen Beurteilung :P

Viel spannender finde ich die Frage, welche zusätzlichen Funktionalitäten bieten Toolanbieter, die man selbst nicht abbilden kann. Denn sind wir mal ehrlich, einen kleinen Crawler zu programmieren, der Links auf einer Liste von URLs abfragt, ist kein Hexenwerk. Das schafft jeder PHP-Programmierer. Das habe sogar ich mit minimalen PHP-Kenntnissen geschafft. Hinzu kommt, dass ein Linktool keine Umsätze fördert. Es ist und bleibt ein Monitoring-Tool.

Eines noch: ich berichte aus der Inhouse-Perspektive und setze für die Make-or-buy Frage die Kosten einer Einsteigerversion an. Für Unternehmen, die mehrere Kunden betreuen oder verschiedene Linkbuilder einsetzen und die Daten der einzelnen trennen sollten, belaufen sich die Kosten pro Monat auf über 100 bzw. 200 Euro. Die Kostenseite sollte hier mehr ins Gewicht fallen.

Funktionalitäten

Für den Vergleich beziehe ich den Leistungsumfang von Linkbird und Linkbutler. Aus meiner Sicht die aktuell wichtigsten Anbieter.

Backlinkcheck & Alerts: wie bereits geschrieben, die Umsetzung sollte keinen Programmierer vor unlösbare Aufgaben stellen. Dann lieber Programmierer wechseln ;)

Partnerverwaltung: Eingabemaske, Datenbank, Ausgabemaske – Schwupps steht die Partnerverwaltung. Challenge me, I’m here all day :P

Mitarbeiterverwaltung: für Unternehmen mit 1-2 SEOs ist nur interessant, wer den Link aufgebaut hat. Eine richtige Benutzerverwaltung wäre übertrieben, eine Auswahlbox mit den Namen der Linkbuilder für jeden Link tut‘s auch. Für Agenturen ist diese Funktion wichtiger, aber auch kein Showstopper.

Statistiken und Linkprofile: hier wird es zum ersten Mal spannend. Über die Excel-artigen Kuchen- und Balkendiagramme hinaus, bemühen die beiden Toolanbieter die Schnittstellen von Sistrix, SEOmoz und Google Analytics. Während man an die Daten der letzten beiden kostenlos herankommt, wird für die Sistrix-Daten ein kostenpflichtiger Account erforderlich. Wer diesen hat, schön. Wer nicht, muss mindestens 100 Euro pro Monat berappen oder auf die Daten verzichten.

Budgetkontrolle: Budgetkontrolle ist ein bisschen hoch gegriffen. In den Tools gibt man dem eingetragenen Link noch einen Kaufpreis mit. Technisch gesehen ein optionales Datenbankfeld als Attribute eines Links. Das machen wir doch mit Links.

Mehrsprachigkeit & Individualisierbarkeit: ähm, ja, sollte klar sein ;)

Import/Export: die Notwendigkeit eines Linktools besteht für die meisten Unternehmen erst, wenn sie schon mitten drin sind. Häufig werden die ergatterten Links erst einmal in einer CSV-Liste abgelegt. Beim Wechsel auf ein Linktool ist eine Import-Funktion unabdingbar, wer will schon händisch hunderte, nein, tausende von Links einpflegen :D

Vernetzung/Marktplatz: heutzutage geht es nicht mehr darum, möglichst viele und hochwertige Links aufzubauen. Sondern darum, möglichst viele und hochwertige Links in der zur Verfügung stehen Zeit aufzubauen. Effizienz ist das Zauberwort. Dazu kann ein solcher Marktplatz seinen Beitrag leisten. Vorschläge von Linkpartnern auf Basis des eigenen Linkprofils ist ein absoluter Mehrwert, den eine Eigenentwicklung einfach nicht abbilden kann. Schließlich partizipiert niemand an deinem Tool. Also ein großes Plus für die beiden Tools.

Emailsystem: die Linkpartner anzuschreiben, muss man immer noch selbst übernehmen. In der Regel kann man dies über die gängigen Email-Clients wie Outlook oder Mail abwickeln. Das Verschicken von Massenmails hingegen ist nicht so einfach. Dafür bieten die Standard-Tools Lösungen an. Allerdings rate ich von der Nutzung ab, wer will schon eine Massenmail erhalten? Keiner, siehste!

Fazit

Aus meiner Sicht stehen die Tool-Anbieter noch am Anfang. Wer sich funktional etwas einschränkt, fährt auch mit einer Eigenentwicklung gut. Mit der Marktplatzfunktion und den Schnittstellen zu anderen Systemen haben Linkbird und Linkbutler erste Schritte in Richtung Unverzichtbarkeit getan. Gerne mehr davon, erst dann werden sie in die Sphären von SEOmoz, Searchmetrics, Sistrix und Co. aufsteigen.

Bildquelle: HikingArtist.com @ Flickr

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