Überlegungen zur Effizienz im Linkaufbau

Die Idee zu diesem Artikel ist mir letzte Woche nach einem Gespräch mit Patrick von Projecter gekommen. Es ging um Linkbuilding, effizientes Linkbuilding. Auch um die Entwicklung in den letzten Jahren. Und ganz kurz um die Konsequenzen dieser Entwicklungen. Vor einigen Jahren wusste ich noch nicht mal, dass es sowas wie Linkhändler gibt. Geschweige denn, dass eine ganze Branche das Spiel mit Google aufgenommen hat. Alleine in den letzten zwei Jahren hat sich vieles verändert und ich meine damit nicht, die fachlichen oder technischen Seiten des Linkaufbaus. Eher das Drumherum und darum soll es in den nächsten Abschnitten gehen.

Entwicklungen jenseits vom Algorithmus

Blickt man zurück – es reichen schon 1-2 Jahre – hat sich in der Tätigkeit des Linkaufbaus viel verändert. Während man früher froh war, überhaupt Links zu bekommen, stellen sich heute ganz andere Fragen.

Wie viel Aufwand ist ein Link wert?
Aufwand wird in vielen Währungen gehandelt: Zeit, Geld, Opportunitätskosten, aber auch Nerven. Beim Linkkauf lässt sich der Aufwand einfach ermitteln. Man stellt Kosten und Wert des Links gegenüber und bestimmt nach Metriken und Gefühl, ob der Deal stimmt. Beim Linktausch wird sehr häufig der Aufwand von Email-Kommunikation unterschätzt oder gar nicht betrachtet. Wenn man die durchschnittliche Zeit berechnet, bis ein Link gesetzt ist, kann man anhand des Stundenlohns des Linkbuilders den Preis des getauschten Links bestimmen. Erst dann lässt sich analysieren, welche Linkquellen den Aufwand lohnen. Wenn man Zeit und Nerven addiert, die man manchmal beim Linktausch lässt, merkt man, dass Linkkauf gar nicht so viel teurer als Linktausch ist ;)

Ist dieser Link für meine Website „gut“ genug?
Man kann heutzutage bei Weiten mehr Links bekommen, also für ein Webprojekt gut ist. Nicht aufgrund der Masse, sondern der oft fehlenden Qualität. Google setzt die Messlatte immer höher und in „normal“ umkämpften Bereichen setzt sich Qualität immer häufiger gegen reine Quantität durch. Man sollte sich mittlerweile überlegen, ob man Links von Blogs aufbaut, die auf den ersten Blick als reine SEO-Ich-setz-hier-Links-Blogs enttarnt werden können. Diese Links wirken, aber vielleicht ist der Aufwand an hochwertigere Links zu kommen, in Relation zum Wert gerechtfertigt? Zukunftsicherer ist das Modell jedenfalls.

Wie kann man den Linkaufbau effizient gestalten?
Die Konsequenz der ersten beiden Fragen lautet, hochwertige Links zu einem angemessenen Aufwand zu ergattern. Wie macht man das? Man geht dort hin, wo man auf einen Schlag mehrere Links guter Qualität bekommt. Ein Möglichkeit sind Agenturen, welche in der Regel ein Netzwerk an Blogs betreiben. Je höher die Ansprüche der Agentur, desto höher auch die Qualität der Blogs. Man merkt schon, worauf es hinausläuft. Effizientes Linkbuilding funktioniert über ein gutes Kontaktmanagement. Ein gutes Netzwerk ist das A und O, um hochwertige Links in Masse aufzubauen. Establish Relationships, not (only) Links!

Zwei Konsequenzen

Die Spreu trennt sich vom Weizen! Es wird Website-Betreiber mit und ohne Kontakte geben. Die einen werden ihre Effizienz immer weiter steigern und die anderen müssen zu sehen oder einen Dienstleister für die Kontakte bezahlen. Kommunikation und Beziehungen werden auch in der technisch angehauchten SEO-Branche Gold wert sein.

Google wird die Bremse ziehen! Die Branche wird sich weiter professionalisieren und es wird einfacher Links aufzubauen. Zumindest Links mittlerer Qualität. Sehr hochwertige Links werden auch in Zukunft ein großes Budget oder ein hohes Maß an Kreativität erfordern. Und wo führt uns das hin? Google dreht den Hahn zu. Gezwungenermaßen. Was sollen sie auch tun, wenn der Faktor Links zu einfach zu manipulieren wird. Searchmetrics hat letzte Woche innerhalb eines Whitepapers die Korrelation von Rankings und Social Signals herausgestellt. Zurecht verweist Seokratie auf die reine Korrelation und nicht Kausalität dieser Beziehung. Aber irgendwann muss Google Links als primären Bestandteil des Algorithmus ablösen oder die Identifikation von unnatürlichen Links weiter verbessern. Nutzer- und Kundenfeedback wäre eine Alternative. Die Click-Through-Rate ist schon Rankingfaktor. Vielleicht sind die Links von heute, die Kunden- und Besucherbewertungen von übermorgen.

Fazit

Die Suchmaschinenoptimierung ist und bleibt einer der spannendsten Disziplinen im Online Marketing. In keinem anderen Kanal nimmt die Komplexität der Anforderungen dermaßen rapide zu. Änderungen im Algorithmus, die steigende Anzahl an Wettbewerbern, die eigene Kosten-Nutzen-Struktur, Kontaktmanagement und viele weitere Faktoren halten den Ball am Laufen. Stay tuned!

Bildquelle: Flickr – Victor Bezrukov

Trackbacks/Pingbacks

  1. Linktool: Make or Buy | Inside OM - 28. Februar 2012

    [...] Sondern darum, möglichst viele und hochwertige Links in der zur Verfügung stehen Zeit aufzubauen. Effizienz ist das Zauberwort. Dazu kann ein solcher Marktplatz seinen Beitrag leisten. Vorschläge von [...]

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